Webhosting und Umgang mit Kunden

Hier ein sehr interessanter Thread zu einem Beitrag in der Webhostlist.

Ich denke dieser Beitrag sagt viel über den Umgang mit Kunden aus.

 

Hier der Auszug einer Anfrage eines Neukunden:

[...] Bitte keine pauschalen Angebote, wie z.B. (10 GB Webspace, 1 GB Mailspace, 1x .de Domain usw. es werden definitiv nur o.g. Funktionen benötigt) Eine Domain soll extern aufgeschaltet werden, Registrierungskosten fallen also für den Provider nicht an. (es gibt einige Anbieter die rechtfertigen 10 Euro Einrichtungsgebühr - auch bei externen bereits registrierten Domains - mit angeblichen Einrichtungsgebühren beim NIC)

Wichtig ist an dieser Stelle, dass es auf jeden Fall ein ‘echter’ Anbieter sein soll und kein 1-Mann Unternehmen. Nichts gegen solche winzigen Anbieter, doch gerade im Bereich E-Mails empfinde ich eine Pseudo-Sicherheit wenn diese auf Servern von ‘renomierten’ Unternehmen liegen.

Dieser Absatz ist nur deshalb vorhanden, weil ich in der Vergangenheit selbst erleben konnte, wie Kleinstunternehmer Postfächer ihrer Kunden einsehen…. zwar mag das die Ausnahme sein (hoffe ich!), aber seither ist mein persönliches Vertrauen dahin.

Herzlichen Dank im Voraus für die Angebote per PM oder vorzugsweise hier im Thread.

Das kann ich persönlich durchaus verstehen, schaut man sich an dass sich sogar 15-jährige Schüler “Web Hosting Anbieter” nennen, nur weil sie einen 2 Euro vServer gemietet haben.

 

Hier die Antwort einer Firma:

Wie passt denn “xxxxxxxxxxxxxx” und “… doch gerade im Bereich E-Mails empfinde ich eine Pseudo-Sicherheit …” zusammen?

Die Firma hat scheinbar die echte E-Mail Adresse des Kunden zitiert.

Die Antwort des Kunden:

Danke für die Veröffentlichtung meiner E-Mail Adresse in einem öffentlichen Forum!

Zur Beantwortung:

1. Weil es Anbieter gibt, welche Werbemails an Interessenten schicken
2. Weil es nicht für mich persönlich ist, sondern für einen Bekannten
3. Weil es Anbieter gibt, welche E-Mail Adressen in öffentlichen Foren veröffentlichen

Genau 14 Minuten später scheint die Firma den Beitrag editiert zu haben und schreibt auf den Hinweis “Danke für die Veröffentlichung” doch tatsächlich folgendes:

Kein Problem. Wollte auch eigentlich nur darauf hinweisen, dass eine Email-Adresse bei diesem Dienst nur als einmalige Wegwerfadresse benutzt werden sollte.

OK, mailinator.com sollte man nicht für wichtige Dinge benutzen, allerdings in einem Forum würde ich persönlich so eine Adresse auch nutzen, kann den Kunden also sehr gut verstehen. Davon abgesehen, wenn es sich tatsächlich um eine einmalige Wegwerfadresse handeln würde, könnte der Kunden ja keine Rückmeldungen mehr von anderen potentiellen Firmen mehr erhalten?!

Eine Firma, die meine (ob nun Einweg-Adresse oder nicht) E-Mail Adresse öffentlich macht, würde ich nicht mal meinem Feind empfehlen.

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