Schnell mal mit der Geliebten vom PC des Nachbarn über das Internet sprechen, sollte kein Problem sein, doch selbstverständlich hat der Nachbar nicht die gleiche VoIP-Software installiert. Erst installieren, wenn doch die Ehefrau im Zimmer nebenan sitzt, ist doch ein wenig riskant. Dank kleinen Programmen, welche man von einem USB-Stick starten kann, ist es möglich, seine Affäre aufrecht zu erhalten.
Ja, auch Skype kann man von einem USB-Stick starten. Dazu muss man vorab allerdings Skype zumindest auf dem eigenen PC einmal installiert haben und die skype.exe zusammen mit anderen Dateien auf den USB-Stick kopieren. Gestartet wird Skype dann installationsfrei vom USB-Stick über die Datei PortableSkype.exe.
Phoner sollte einigen ein Begriff sein. Ich persönlich empfinde die Oberfläche als absolut misslungen und konnte mich mit ihr nie anfreunden, was aber auf gar keinen Fall bedeutet, dass Phoner schlecht ist. Phoner bietet nicht nur Telefonie. Neben E-Mail Versand bietet das Programm auch eine Art internen Anrufbeantworter. Knapp 6 MB Speicherplatz benötigen all diese Funktionen auf dem USB-Stick. Verschiedene Programmerweiterungen machen das Programm sogar sehr mächtig. Phoner bietet neben VoIP auch eine TAPI- und CAPI-Schnittstelle, so dass man vom PC gar über das Festnetz (nach entspechender Konfiguration) telefonieren kann. Ausser der Oberfläche finde ich das Programm hervorragend!
12VOIP ist doch ein eher unbekanntes Programm. Während andere Programme auf IP-2-IP Telefonate beschränkt sind, kann man mit 12VOIP auch gratis (eingeschränkt) ins Festnetz verschiedener Länder telefonieren. Ca. 10 MB Speicherplatz werden auf dem USB-Stick benötigt. Wie bei Skype muss man 12VOIP vorab auf einem PC installieren und verschiedene Dateien kopieren. Die kostenlose Telefonie in Fest- und Mobilfunknetze verschiedener Länder ist eingeschränkt. Möchte man länger telefonieren oder gar Textnachrichten an Mobiltelefone schreiben, so muss man sein Prepay-Guthaben aufladen.
TeamTalk ist besonders in der “Gamer-Szene” (ja, so nennt sich das heute!) bekannt und auch beliebt. Voice-over-IP in sehr guter Qualität. Man hat die Auswahl zwischen 8, 16 und 32 KHz Konversationen, so dass man selbst mit einem Modem über das Internet ohne Probleme plaudern kann. Da TeamTalk öffentlich ist und so theoretisch jeder an einer Konversation teilnehmen kann, bietet es sich an den eigenen “Raum” mit einem Kennwort zu versehen. Ungebetene Zuhörer haben so keinen Zugang mehr.
Eine Installation muss vorab, wie bei Skype und 12VOIP, durchgeführt werden. Das gesamte Verzeichnis nach der Installation einfach auf den USB-Stick kopieren und die im Ordner enthaltene Datei “nstlog.lsl” löschen. Schon lässt sich TeamTalk vom “thumb drive” starten.
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