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Es kommt einem irgendwie so vor, als ob jeder schon einen Blog hat. Blogger.de, Blogspot.com, Live Spaces und hunderte oder vielleicht gar tausende Anbieter weltweit ermöglichen Nutzern die Erstellung eines eigenen Blogs. Blog ist übrigens nur ein anderes Wort für ein Tagebuch. Damals gab es Geocities Homepages, wo Nutzer Fotos hochgeladen haben, heute gibt es halt Blogs. Wussten Sie, dass man einen Blog auch als einfache Homepage “missbrauchen” kann? Im folgenden Ratgeber finden Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung für das erste Tagebuch bzw. den ersten Blog.
Im folgenden Artikel wird als Beispiel Googles Blogspot Dienst eingesetzt. Der Vorteil für Sie: Sofern Sie bereits ein Google Konto (nennt sich in dt. Sprache Google Account) besitzen, können Sie dieses bei Blogspot weiternutzen. Keine große Registrierung ist mehr notwendig.
Schritt 1: Blog registrieren

Unter http://draft.blogger.com/create-blog.g?hs=true kann man sich als Google Bestandskunde bei Blogger eine eigene Blogadresse registrieren. Diese ist wichtig, damit auch andere die Adresse besuchen können. Die Adresse hat den Aufbau wunschname.blogspot.com. Wer selbst nach 10 Minuten nach einer freine Adresse nicht fündig wird, kann auch in einem späteren Schritt seine vorhandene Domain (name.xx) bei Google aufschalten. Ein Blogger-Name muss aber dennoch ausgedacht werden, denn das wäre dann später bei einer Domainaufschaltung die Alias-Adresse des Tagebuchs.
Schritt 2: Standard-Vorlage auswählen

Blogger bietet einige Standard-Vorlagen zur sofortigen Nutzung. Eines haben wirklich alle gemeinsam: Sie sehen aus, als ob die eigene kleine Schwester diese im
Kindergarten erstellt hätte. Macht aber nichts, denn in einem späteren Schritt ändern wir das Design auf eine professionelle Vorlage ab. Es reicht daher im zweiten Schritt einfach die Minima Standard-Vorlage (ist bereits ausgewählt) zu markieren und zum nächsten Schritt zu gehen.

Gut gemacht, der Blog wurde nun erstellt. In den erweiterten Einstellungen (direkt unter dem Hinweistext) kann man dann auch seine (eventuell vorhandene) Internetdomain mit Blogger
verknüpfen. Dazu braucht man jedoch Zugriff zum zuständigen Nameserver. Je nachdem an welcher Stelle man beim Anbieter gespart hat, muss man eventuell erst den Domainanbieter (Registrar) schriftlich kontaktieren und um eine Erweiterung / Änderung des CNAME-Nameserver-Eintrags bitten. Wer ganz großes Pech hat und einen unseriösen Anbieter gewählt hat, wird dann sogar noch zur Kasse gebeten. Die Änderung: Man muss einen CNAME Record mit Weiterleitung auf ghs.google.com erstellen.
Leider bietet Google nur die Möglichkeit Subdomains aufzuschalten und so kann man dann auch nur beispielsweise www.ihre-domain.de bzw. blog.ihre-domain.de zu Google weiterleiten. Immerhin kann man die “nackte Domain” (ihr-name.de) zur Blogger-Adresse umleiten, wenn Ihr Anbieter dieses unterstützt. Die Hauptadresse ist jedoch der eingerichtete CNAME Record.
Schritt 3: Professionelle Vorlage auswählen
Sie können versuchen Ihre neue Blogger (bzw. Blogspot) Adresse in einem neuen Browserfenster zu öffnen. Wenn alles funktioniert, sollten Sie nun eine professionelle Vorlage wählen. Es gibt im Internet hunderte Seiten mit professionellen Vorlagen. Professionell im Sinne von augenschonend. Für einen Firmenblog sollte man natürlich keine dieser Vorlagen wählen, denn es wäre doch äußerst unprofessionell, wenn der Firmenblog genau wie jede zehnte andere Seite aussehen würde.
Ein erster Anlaufspunkt sollte bTemplates.com sein. Dort befinden sich weit über 1.000 ziemlich gut aussehende Vorlagen für Blogger.com. bTemplates.com bietet jeweils eine Vorschau der ausgewählten Vorlage, so dass Sie sehen können wie es denn später eventuell auf Ihrer Tagebuchseite aussehen könnte.
In diesem Beispiel wählen wir einfach eine weihnachtliche Vorlage aus. Eine davon nennt sich ganz schlicht Xmas (Link: http://btemplates.com/2009/12/22/xmas/). Ein Klick auf Live demo zeigt wie bereits erwähnt eine “Live-Demonstration” der Vorlage. Sieht doch ziemlich gut aus für den Einstieg, oder? Ein anschliessender Klick auf Download speichert die Vorlage dann bei Ihnen auf der Festplatte.
Wie Sie sicher bemerken, ist der Ladevorgang in einer Sekunde erledigt. Das liegt nicht nur an Ihrer Internetzugangsgeschwindigkeit, sondern vielmehr an der Dateigrösse. Die Vorlagen enthalten zwar eine Menge Bilder, doch sind diese bereits im Internet abgespeichert und liegen somit nicht der heruntergeladenen Datei bei. Das ist dann auch gleichzeitig der Nachteil von kostenfreien Vorlagen, denn sobald der Image-Hoster (also der Dienst wo die Bilder denn gespeichert wurden) sich für eine Löschung der Bilder entscheidet, sieht man entsprechend auch keine Bilder mehr auf der eigenen Seite.
Ein Doppelklick auf die heruntergeladene Datei (in diesem Fall Xmas.zip) öffnet dann das Archiv. Es befinden sich meist mehrere Dateien in diesem komprimierten Archiv.
Notwendig ist in 99% der Fälle nur die Datei mit der Endung .xml. Diese kann man sich nun einfach auf den Desktop ziehen und das Archiv dann schliessen oder auch löschen. Man mag es nicht glauben, aber in der Datei Xmas.xml befinden sich tatsächlich alle Programmierhinweise für die Darstellung Ihre neuen Seite. Man könnte die Datei natürlich noch anpassen: Schriftarten ändern, Bilder austauschen usw. doch würde das den Rahmen dieses kleinen Ratgebers sprengen. Daher benutzen wir einfach die angebotene Vorlage ohne eine Änderung durchzuführen.
Wechseln Sie zurück zum Blogger Browserfenster wo die “Einstellungsoberfläche noch geöffnet ist und wählen Sie Layout gefolgt von HTML Bearbeiten. Das ist ziemlich verwirrend, zumal es als Untermenü auch Neue Vorlage auswählen gibt. Diese “neue Vorlage” bezieht sich jedoch nur auf die hässlichen Blogger.com Standardvorlagen, von denen wir gerade Abstand nehmen wollen.

Gleich ganz oben sollte die oben gezeigte Abbildung erscheinen. Klicken Sie auf den abgebildeten Knopf, wählen Sie die Datei Xmas.xml aus und bestätigen das Ganze anschliessend mit Hochladen. Nun erscheint sofort eine Fehlermeldung in roter Schrit. “Sie sind im Begriff, Widgets zu löschen…” Nun reicht ein Klick auf Bestätigen und speichern um die neue Vorlage für Ihre neue Blogspot Adresse festzulegen.
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Alles richtig gemacht? Dann können Sie mit einem Klick auf “Blog anzeigen” gleich überprüfen ob alles richtig dargestellt wird.

Abbildung des gerade eingerichteten Blogs
Gut gemacht. Nun folgen eigentlich nur noch die Feineinstellungen und danach können Sie anfangen zu schreiben.
Schritt 4: Feineinstellungen
Im Hauptmenü unter Einstellungen gibt in der Tat eine Menge Einstellungen. Man kann den Titel des Tagebuchs festlegen, man kann Suchmaschinen erlauben den eigenen Blog zu besuchen und vielleicht wird man sogar in eine Suchmaschine aufgenommen und noch viele, viele weitere Einstellungen sind dort ebenfalls möglich.
Interessant sind die Anzeigeeinstellungen, welche sich in der Unterkategorie Formatierung verbergen. Dort kann man festlegen, wieviele Beiträge auf der Hauptseite erscheinen sollen und in welcher Zeitzone Sie sich gerade befinden (notwendig für die korrekte Darstellung des Datums auf Ihrer Tagebuchseite).
In der Unterkategorie Kommentare sollte man grundsätzlich auch anonymen Nutzern erlauben, ihre Beiträge zu kommentieren. Weshalb? Auf vielen kommerziellen Seiten (Tageszeitungen usw.) gibt es eine Registrierungspflicht. Der interessierte Nutzer, der gerne einen Kommentar zu einem bestimmten Beitrag schreiben möchte, muss sich erst aufwändig bei der Seite registrieren. Da E-Mail immer Pflichtangaben bei solchen Seiten sind, sollte man davon Abstand nehmen, schliesslich sollte Ihre E-Mail Adresse zum Schutz vor unerwünschter Werbung geheim bleiben.
Unter der Kategorie OpenID sehen Sie dann auch gleich Ihre OpenID Adresse. OpenID ist momentan im Trend, da dieser Dienst Nutzern die Möglichkeit bietet, schnell und unkompliziert sich bei einer kleinen Auwahl an Internetseiten zu registrieren. Halten Sie davon lieber Abstand, da es für Laien auf dem ersten Blick nicht immer erkennbar ist, ob man gerade seine Google Zugangsdaten bei einer “zertifizierten Seite” oder einer Seite, welche nur Ihre Zugangsdaten will, hinterlegt.
Ihre Google Zugangsdaten sollten Sie ausschließlich nur bei Google.de oder Google.com eintragen und auf keiner Drittseite.
Schritt 5: Der erste Beitrag
Das war es nun auch schon fast gewesen. Nach den Feineinstellungen folgt nun der erste Beitrag. Wer Wert auf eine schöne Seite legt, sollte bei Microsoft vorbeischauen. Die Kollegen dort bieten die wohl weltweit beste Blog-Schreibsoftware: Windows Live Writer. Unter http://download.live.com/writer finden Sie weitere Informationen. Wer keinen Wert auf einen schönen Blog legt, kann natürlich auch die Blogger.com Oberfläche für die Erstellung von Beiträgen nutzen. Die Oberfläche sollte selbsterklärend sein.
Übrigens hat man nicht unbegrenzt Speicherplatz für Bilder bei Blogger.com zur Verfügung. “Gerade mal” 1 Gigabyte Speicherplatz bietet Google kostenfrei an. Ein Gigabyte hört sich viel an, wenn man bedenkt, dass die meisten jedoch Bilder direkt von der Digitalkamera hochladen, ist der Speicherplatz bald belegt. Es empfiehlt sich die Bilder also vorab zurechtzuschneiden und auch zu komprimieren. Die kleine (kostenlose) Software Irfanview ist da ein guter Helfer.
Nach dem Upload (so nennt es sich, wenn Sie Daten an einen entfernten Computer/Server senden) werden die Bilder in Googles Onlinefotoalbum gespeichert. Unter http://picasaweb.google.com können Sie auf das Fotoalbum zugreifen und im entsprechenden Ordner können Sie auch die hochgeladenen Bilder wieder entfernen. Die Lösung ist natürlich extrem aufwändig. Aber dafür haben Sie immerhin einen kostenfreien Blog.
Tipps und Tricks
Besucherzähler
Wer gerne wissen möchte, wieviele Nutzer die eigene Seite (Blog) besucht haben, sollte sich bei einem Besucherzählerdienst anmelden. Der englischsprachige StatCounter.com ist einer der bekanntesten und seriösesten Dienste. Auf den Google Besucherzähler Google Analytics sollte man lieber verzichten, denn weiss niemand so genau wie es sich dort mit dem Datenschutz verhält.
Besucherzähler-Alternativen:
Kostenlose Bilder und Videos finden
Es gibt natürlich auch “Nur-Text-Blogs”, aber mal ehrlich, wer möchte denn 10 DIN-A-4 Seiten reinen Text sehen? Zwischendurch ein Bild und schon ist das Lesen nicht mehr so anstrengend. Bilder sowie auch Videos finden Sie mit der Creative Commons Suchmaschine unter http://search.creativecommons.org. Dort werden (nach entsprechender Auswahl) nur Bilder oder Videos angezeigt, welche Sie in Ihrem Blog verwenden dürfen. Ein Verweis auf den Urheber muß aber dennoch in Ihrem Artikel erkennbar sein. Abstand sollte Sie von anderen Suchmaschinen nehmen. Die dortigen Bilder sind fast alle kommerzielle Bilder, welche unter keinen Umständen kostfrei nutzbar sind.
Ein eigenes Tagebuch zu erstellen ist mittlerweile kinderleicht. Es gibt im Netz viele Anbieter, welche ein kostenfreies Tagebuch unter einer Subdomain (irgendwas.domain.tld) zur Verfügung stellen. Technische Kentnisse braucht wirklich niemand mehr zu haben für eine einfaches Tagebuch. Selbst ein Besucherzähler ist mit wenigen Klicks eingebaut. Eine gute Anlaufstelle ist Googles Blogger Dienst (www.blogspot.com). Dort gibt es sogar schon Standardvorlagen, so dass man sich nicht einmal eine neue Vorlage suchen braucht.





Lustig, ich hätte garnicht gedacht das das *wirklich* so funktioniert. Komische Welt.
Na super nun hab ich einen Blog der wirklich scheisse aussehen tut und jetzt finde ich die seite hier :( Hätte ich mal vorher hätte schauen tun hier :(
An sich n cooler post, aber kannst beim nächsten mal n bisschen detailierter sein?
An sich ne gute Sache, ich frag mich nur, ob das auch dauerhaft brauchbar bleibt.