WordPress, ein OpenSource CMS erfreut sich größter Beliebtheit … wären da nicht die bösen deutschen Übersetzer…
Wordpress ist ein CMS, welches vorwiegend bei der Erstellung von häufig zu aktualisierenden Websites, im Besonderen von Weblogs, eingesetzt wird. Die erste Version wurde bereits 2004 veröffentlicht.
In der aktuellsten deutschen Version 2.3 war anfangs das Plugin „LinkLift“ integriert, was einige User störte. Im Forum von WordPress Deutschland wird das Thema sehr kontrovers diskutiert, das Plugin gar als Spam angesehen. Am 01.10.2007 wurde im WordPress Deutschland Blog bekannt gegeben, dass das umstrittene Plugin ab sofort nicht mehr zum Lieferumfang der DE-Edition gehört.
Das Plugin ist übrigens standardmässig deaktiviert, weshalb die Aufregung der deutschen Nutzer eigentlich keinen Sinn macht.
Die deutsche Version ist nichts außerdem anderes als die Originalversion, nur mit übersetzen Textpassagen, die Originalversion beinhaltet keinerlei ’sponsored’ Plugins oder sonstige Werbehinweise. Von daher ist es schon ziemlich dreist Werbung bei einem Programm zu integrieren was noch nicht mal selbst programmiert wurde. Für die reine Übersetzung einer offenen Software Geld zu nehmen mag dreist sein, aber wie sieht es mit den anfallenden Kosten aus?
Da wären Web Hosting Kosten (monatliche Grundgebühr, evtl. zzgl. Traffic) sowie halt die investierte Zeit. Rechtfertigt das nicht Werbung?
Ich denke definitiv JA.
Auf der einen Seite hat niemand die Übersetzer gezwungen, Programmpassagen zu übersetzen, außerdem steht es den Übersetzern frei nur die Sprachdatei zu übersetzen, bzw. die übersetze Version WordPress.org zur Verfügung zu stellen, so dass anfallenden Web Hosting Kosten in keinster Weise entstehen.
Kommen wir zu den laufenden Hosting Kosten… WordPress ist durchschnittlich groß, ich denke pro Monat werden nicht mehr als 20 GB Datentransfer anfallen, solche Datenpakete sind bei den billigsten Discountanbietern schon enthalten, so dass laufende Kosten von maximal 5-10 Euro pro Monat anfallen würden. Durch Werbung das gegenfinanzieren zu wollen ist eine gute Sache, nur sollte man lieber die Homepage von WordPress Deutschland zukleistern als die Software selbst?
Letztendlich kann aber jeder mit der freien Software machen was er will, selbst wenn das böse Plugin standardmässig aktiviert wäre, steht es dem Endnutzer frei sich die originale Version von WordPress.org zu laden. Die Übersetzer machen sich viel Arbeit, Geld verlangen sie dafür nicht, nur möchten sie ihre laufenden Kosten verringern, das ist doch akzeptabel?
Für die deutschen WordPress Nutzer nicht. Wäre ich an der Stelle der Wordpress Übersetzer, würde ich mir stark überlegen überhaupt noch einmal eine Übersetzung für die Öffentlichkeit durchzuführen.








