OpenID und eigene Domain gratis
Dieser Artikel wurde am 07.08.07 veröffentlicht
[...] OpenID ist ein dezentrales Single-Sign-On-System zur Nutzeridentifizierung, sagt Wikipedia. Das versteht natürlich kein normaler Mensch, deshalb hier ein kleine Erklärung.
Mit der sogenannten OpenID kann man sich bei den verschiedensten Internetseiten anmelden. Anstatt seinen Benutzernamen und sein Kennwort für die Internetseite A einzutragen gibt man eine spezielle Adresse (seine persönliche OpenID Adresse) ein und braucht sich so nicht mehr die verschiedensten Benutzernamen und Kennwörter für die verschiedenen Seiten merken. Das ganze hat seine Vor- und Nachteile. Der größte Vorteil (wohl auch der einzige?) wäre, dass man sich nur noch eine spezielle Adresse (seine persönliche OpenID Adresse) und sein OpenID Kennwort merken.
Der Nachteil muss aber auch unbedingt erwähnt werden. Man hat zwar die Möglichkeit einen eigenen OpenID Server zu betreiben, allerdings macht das finanziell wenig Sinn, weshalb die meisten natürlich irgendwelche externe private oder kommerzielle OpenID Server benutzen. Die Betreiber dieser OpenID Server haben natürlich auf jedes Nutzerkonto vollen Zugriff und könn(t)en so jederzeit auf die gespeicherten OpenID-fähigen Seiten, wo der Benutzer sich angemeldet hat, zugreifen.
Ich bin wirklich kein Panikmacher, finde die meisten Diskussionen über die Privatsphäre auch absolut lächerlich, allerdings muss man in diesem Fall die Fakten sehen und diese sprechen nicht unbedingt für OpenID. Nicht umsonst unterstützen die wenigsten Seiten die OpenID Authentifizierung.
Soweit zum technischen Hintergrund dieser im Grunde erstklassigen Idee. OpenID Server gibt es wie Sand am Meer. MyOpenID.com ist eine der bekanntesten. mein.name.openid.com ist allerdings nicht unbedingt einfach zu merken, weshalb nun die Domainvergabestelle von .NAME eine einmalige Aktion gestartet hat: Unter FreeYourID.com erhält man seine persönliche vorname.nachname.name Domain, welche gleichzeitig als OpenID fungiert. Parallel kann man vorname@nachname.name als E-Mail Adresse (Weiterleitung auf bestehende Adresse) nutzen und erhält noch eine Internetadresse (Weiterleitung) http://vorname.nachname.name.
Das ganze gibt es 3 Monate gratis zum testen, danach kann man seine persönliche Subdomain kostenpflichtig (unter 10 Euro pro Jahr) verlängern und auf seinen Namen eintragen lassen, so dass man die entsprechenen Domainrechte besitzt. Zugegeben, 10 Euro für eine .name Subdomain pro Jahr sind nicht all zu wenig, aber da eine E-Mail und Internetadresse enthalten sind, rechtfertigt das den Preis.
21:04 on 11.03.08
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