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  Neuer OpenID-Dienst: MyID.is

28.03.2009 · KurzURL

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Selbst nach Jahren gibt es keine ausreichende OpenID-Unterstützung im Internet. Es erlauben zwar immer mehr Internetseiten das Kommentieren per OpenID, doch das ist auch schon fast das Maximum. Nur wenige Dienste ermöglichen auch nur Ansatzweise einen echte vollwertige OpenID-Unterstützung. Ob sich OpenID durchsetzen wird, wird immer fraglicher, denn selbst die großen Anbieter wie Google und Microsoft bieten noch immer keine vollwertige OpenID-Unterstützung an. Zwar gibt es Testprojekte dieser Anbieter, doch befinden diese sich leider seit langer Zeit konstant im Alpha-Status.

Wer dennoch OpenID ausprobieren möchte findet weitere Informationen in einem älteren Cybernetz-Artikel über das Thema OpenID.

Der wohl grösste Nachteil von OpenID ist die zentrale Speicherung der wichtigsten Benutzerdaten bei einer Drittfirma. So kann man sich zwar zukünftig bei Drittseiten schneller anmelden, doch was nützt es, wenn der zentrale OpenID-Server geknackt wurde und sämtliche Benutzerdaten kopiert wurden?

Der neue OpenID-Anbieter MyID.is kann dabei leider auch nicht helfen. Der grösste Unterschied zwischen kostenfreien OpenID-Diensten ist Identifikation durch Ausweispapiere. Nach der Anmeldung zur persönlichen OpenID bei MyID.is wird das persönliche Ausweispapier (Personalausweis, Bankverbindung…) gegen ein Entgeld überprüft und erst nach einem erfolgreichen Überprüfungsdurchlauf freigeschaltet bzw. zertifiziert. Die Preise liegen bei etwa zwei bis fünf Euro. Dafür gibt es dann noch einen Brief mit einer PIN-Nummer an die Hausanschrift.

Stellt sich nur die Frage ob man wirklich einem unbekannten Anbieter, der schon sämtliche private Zugangsdaten für OpenID-fähige Internetseiten erhalten hat nun auch noch seine Hausanschrift, Bankverbindung, Kreditkartennummer und Personalausweis mitteilen?

Link: OpenID Anbieter mit Zertifizierung MyID.is

 

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