Bei Google Analytics handelt es sich um eine (derzeit) kostenfreie webbasierte Auswertungsapplikation, die eigene Internetseiten analysiert. So kann man neben der Anzahl der Seitenbesucher unter anderem auch die Verweildauer, Herkunft der Seitenbesucher und ähnliche Daten auswerten.
Datenschutzrechtlich betrachtet ist der Einsatz von Google Analytics sehr problematisch, da der Betreiber der Internetseite dem Seitenbesucher nicht beantworten kann wofür seine Daten denn überhaupt benutzt werden. Eine Löschung der Nutzerdaten durch den Seitenbetreiber ist ebenfalls nicht möglich. Datenschützer raten deshalb von der Nutzung dieses Dienstes dringend ab und empfehlen sogar die Blockierung von Analytics mittels HOSTS Datei.
Google Analytics selbst ist eigentlich ein hervorragendes Werkzeug, doch hat es viele Schwachpunkte. Statistiken stimmen so gut wie nie, da nur die Hälfte aller Nutzer überhaupt gezählt werden. Dies wurde und wird noch immer durch verschiedene US-amerikanische Fachmagazine bestätigt. Das hat vor allem den Hintergrund, dass das Google Analytics Skript, welches beim Aufruf der Seite geladen wird, ziemlich gross ist - im Vergleich zur Konkurenz - und dadurch viele Besucher nicht gezählt werden, die sich nur kurze Zeit auf der Seite aufhalten. Des weiteren blockieren immer mehr Privatpersonen und auch Firmen Google Analytics. Als weiteren Schwachpunkt sehe ich persönlich die Unübersichtlichkeit der Auswertungsoberfläche.
Alternativprodukte
Wenn man wirklich eine Drittlösung einsetzen möchte, dann sollte man zu anderen Lösungen greifen. Für Geschäftsleute gibt professionelle und kostenpflichtige Lösungen. Privatpersonen kommen in der heutigen Zeit aber auch nicht zu kurz.
etracker
In Deutschland wird sehr gerne eTracker.de von bekannten Internetseiten (z.B. Penny.de, Vitamalz.de, hamburg-mannheimer.de) eingesetzt. etracker gibt es sogar in einer kostenlosen Basisvariante, wie ich gerade feststellen konnte. Diese ist für Seiten mit bis zu 10.000 Page Impressions pro Monat gratis, also ausreichend für kleine private Internetseiten. Wer nicht abschätzen kann, wieviele Besucher er oder sie pro Monat hat, kann das kleinste kostenpflichtige Paket für umgerechnet 1,32 Euro pro Monat buchen. Enthalten sind darin bereits 30 Tsd. Page Impressions.
Woopra
Das libanesische Unternehmen Woopra zeichnet ebenfalls sämtliche Seitenzugriffe auf. Mit Hilfe von einem JAVA-basierten Programm ist es zu dem möglich, Live-Zugriffe anzuzeigen. Woopra befindet sich derzeit in einer eingeschränkten Betaphase, so dass es von Zeit zu Zeit zu Ausfällen kommen kann. Ein produktiver Einsatz wird daher nicht empfohlen. Trotzdem hat Woopra im Test gegen Google Analytics besser abgeschnitten. Trotz Serverausfällen bei Woopra wurden mehr Zugriffe gezählt als bei Google Analytics.
Self-Hosted Solutions
Wer den deutschen Datenschutz einhalten möchte, nutzt allerdings am besten eine Lösung auf den eigenen Servern. Neue Lösung programmieren oder vorhandene Lösungen nutzen. Auswahl ist genug vorhanden. phpMyVisites wäre dabei nur ein Beispiel. Kostenfrei und ausführlich. Installation innerhalb von Minuten. Sogar Unterstützung von Heat Maps werden angeboten, was vor allem im Shoppingbereich sehr intereressant ist.
Vorteil von Lösungen auf den eigenen Servern: Man hat jederzeit Vollzugriff und kann entsprechende Daten auch wirklich löschen.
Sollten Erfahrungsberichte vorhanden sein, bitte um kurze Mitteilung.








