Statistiken zeigen, dass in der heutigen Discount-Zeit die meisten mehrere Telefonnummer besitzen. Eine Nummer für den Festnetzanschluss, eine für die D1-Karte, eine für die D2 Karte und vielleicht dann noch eine für BILDmobil. Sparen macht Spass, kann aber auch kompliziert werden, denn ernsthaft wer kann sich die ganzen Nummern noch merken.
Die ersten Nummern waren teilweise noch ziemlich einfach zu merken, aber je mehr Stellen die Nummern bekommen, desto komplizierter wird es.
Was also tun? Ich habe das Problem gelöst, indem ich aus den Telefonnummern mir einfach nur die dazugehörige Vanity-Nummer merke. Das ganze gilt auch für Geburtstage, die Bank-PIN und alles wo noch Nummern vorhanden sind.
Was ist eine Vanity-Nummer?
Eine sogenannte Wortwahl-Nummer ist ein ganz normale Nummer - egal ob Telefonnummer oder Zahlenkombination - die mit Hilfe der Buchstabenwahl als Wort dargestellt werden. Es werden lediglich Buchstaben den Ziffern auf der Telefontastatur zugeordnet. So kann eine Rufnummer anstelle der Zahlenfolge als ein einprägsamer Begriff dargestellt werden (meistens der Firmenname oder ein Wort, das in Bezug zu der angebotenen Ware beziehungsweise Dienstleistung steht). Vanity-Rufnummern sind eine Marketingidee aus den USA für Servicerufnummern und werden dort schon seit mehreren Jahrzehnten auf breiter Basis mit sehr großem Erfolg eingesetzt.
Wenige wissen, dass auch viele Deutsche Unternehmen Vanity-Nummern einsetzen. Bekanntestes Beispiel: die Deutsche Telekom. Unter 0800-TELEKOM (0800-835356) kann man den Kundendienst der Telekom erreichen, was ich einfacher zu merken finde als 0800-835356. Neben der Telekom war der pan-europäische Telekommunikationsanbieter Tiscali einer der ersten, welcher Vanity-Nummern in Deutschland erst richtig bekannt gemacht hatte.
Die meisten Unternehmen bieten allerdings in der heutigen Discount-Zeit kaum noch kostenfreie Service-Nummern, weil diese doch zu sehr von Kunden für allgemeine Fragen, wie z.B. Wie spät ist es? missbraucht werden. Die Anbieter müssen der Deutschen Telekom nicht gerade wenig pro Minute für eingehende Anrufe zahlen, weshalb die Rechnung für die Unternehmen natürlich nicht aufgeht. Aber auch aus shared-cost Nummern (0180-x) kann man Vanity-Nummern erstellen.
Anwählen einer Vanity-Nummer
Wie genau wählt man nun eine Vanity-Nummer an? Nehmen wir das Beispiel der Deutschen Telekom. Das Anwählen einer Vanity-Rufnummer ist mit dem Eingeben einer SMS auf einem Mobiltelefon mit automatischer Texterkennung vergleichbar, da man für jeden beliebigen Buchstaben nur ein einziges Mal auf die entsprechende Taste drücken muss, also nur einmal auf die Taste 8 für das V und nicht dreimal. Die getippte Zahlenfolge für die Vanity-Rufnummer 0800-TELEKOM entspricht also der 0800-8353566. Das hat allerdings auch einen Nachteil. Möchte zum Beispiel der bekannte Musiker, Tek Elmo (Name wurde ausgedacht) die Vanity-Nummer 0800-TEKELMO registrieren, so ist dieses nicht möglich, da auch hier die 0800-8353566 benutzt werden würde.
Umrechnen der eigenen Nummer
Beim Vanity-Rechner kann man seine Telefonnummer in Sekunden umrechnen lassen. So gibt man einfach nur in dem dafür vorgesehen Feld beliebige Zahlen ein und erhält für diese Zahlen alle Wortwahl-Möglichkeiten. Hat man zum Beispiel die Telefonnummer 040-724643 und rechnet diese um, würde daraus 040-SCHMID werden. Hängt man einfach die 8 (für T) an die Nummer, ist das ganze noch einfacher. Man kann übrigens beliebige Ziffern ans Ende hängen, deren Wahl keinerlei Auswirkung haben.
Neben dem Vanity-Rechner aus Deutschland gibt es noch Phonetic und Phonespell.
… das ganze funktioniert natürlich auch für Kennwörter. Hatte man zuvor immer thomas als Passwort bei seinem E-Mail Postfach gehabt, so könnte man zukünftig 846627 benutzen ohne gross ein neues Kennwort merken zu müssen.








