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Warendiscounter.de bietet hunderte Artikel zum Festpreis von 99 Euro inkl. Versandkosten. Notebooks, Handys, PDAs und letztendlich sogar Spielekonsolen und Kameras. Produkte, welche normalerweise mehrere hundert Euro kosten. Wie funktioniert dieses und wie seriös ist es? Der Anbieter schreibt, dass er die persönlichen Daten an Werbeunternehmen weiterverkauft. Durch den Erlös kann er die Hardware angeblich für 99 Euro anbieten. 2 Jahre lang erhält man so Werbung per Post und E-Mail.

 

Originalfoto aus dem OnlineshopHeute erhält man normalerweise für den Weiterverkauf von geprüften Bestandsdaten gerade mal einen Euro, wenn man diese an einschlägige Adresshändler verkauft. Den Euro gibt es aber auch nur, wenn man den Adresshändler mit hunderttausenden geprüften Kundendaten versorgt. Natürlich kann es auch Sonderkonditionen geben, aber dass man für den Weiterverkauf bis zu 600 Euro erhält ist doch sehr sonderbar, schliesslich arbeiten Adresshändler auch zusammen (kaufen und verkaufen gegenseitig Adressdaten) und haben nichts zu verschenken. Auch die Werbeeinschränkung auf 24 Monate ist normalerweise unmöglich, denn sind die eigenen Daten erstmal im Umlauf, kann man dieses nicht mehr aufhalten.

Hat man sich unter media-discounter24.de, warendiscounter.de oder billig-einkaufen99.de nun einen Wunschartikel ausgesucht, kann man diesen auch versandkostenfrei bestellen.

 

Im Widerrufsrecht befindet sich ein interessanter Satz:

“[…] hat der Kunde eine Geld zurück Garantie welche eintritt, wenn der Kunde die Ware nicht erhält oder die Ware nicht mehr lieferbar ist.”

Dieses deutet schon mal darauf hin, dass man Vorkasse leisten muss. Scheinbar gibt es auch keine Überprüfung während des Bestellvorgangs, ob die Ware denn noch verfügbar ist (Lager/Lieferant), was doch schon ein wenig komisch ist. Erstmal Geld kassieren und dann schauen ob man die Ware überhaupt (noch) bekommt?

Bitte nicht falsch verstehen, vielleicht hat Warendiscounter.de ja mehrere Vertragspartner, welche bis zu 600 Euro für die persönlichen Daten zahlen. Das wäre natürlich zu schön um wahr zu sein. Selbst wenn man jeden Tag mit Werbung per E-Mail und Post “belästigt” wird, wäre das im Preis- Leistungsverhältnis sehr fair.

Ein Problem sehe ich persönlich nur darin, dass kein Hinweis auf etwaige Empfehlungen vorhanden ist. Könnte ich o.g. Produkte für 99 Euro anbieten und hätte ich seriöse Partner, würde ich mit diesen Partnern werben oder zumindest eine Empfehlung schreiben, dass man sich bei den Partnern registrieren soll um das Angebot von Warendiscounter.de zu sichern. Gefunden habe ich jedenfalls keinen Hinweis.

Auch die typische Angabe “Das ist ein Angebot der Firma XXX”, ist (soweit ich mich richtig erinnere) lt. dt. Recht nicht legal. Entweder muss eine Handelsregisternummer ins Impressum (wenn man denn im HR steht) oder man muss e.K. sein (was dann aber auch im Impressum stehen muss!).

 

Unter Gegen-Abzocke.com gibt es interessante Benutzererfahrungen:

[…] muss schon sagen nach den Aussagen hier, sehr seriöses Geschäftsmodell wenn mann sich an Kundenhotline wendet um einige Fragen beantwortet zu bekommen und einem dann am Telefön gedroht und beleidigt wird und dabei auch noch gedutzt wird. hab mein Geld immer noch nicht. Mann sollte Diesem Herrn mal einen Bankwechsl vorschlgen meine Bank überweist innerhalb von 2 Tagen warte nun schon seit 10 Dezember.

 

Wie ist Ihre Meinung zum Werbungs-Warendiscounter Schraml? Haben Sie dort bereits etwas bestellt und auch die Ware erhalten? Was für Erfahrungen haben Sie?

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