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Als damals bei Googles E-Mail Dienst Gmail (in Deutschland heisst der Dienst Google Mail) POP3 offiziell eingeführt wurde, haben sich wohl alle Nutzer mit E-Mail Programmen gefreut.

Endlich nicht mehr umständlich ein Browser-Fenster öffnen um die Post lesen zu können, sondern einfach weiter das geliebte und vor allem flexible E-Mail Programm benutzen.

Google Mail bietet sehr viele Vorteile, aber auch einige ziemlich extreme Nachteile. Der Hauptnachteil ist meiner Meinung nach, die wohl fehlende Möglichkeit, Nachrichten im “Spam”-Ordner mit dem E-Mail Programm per POP3 Protokoll abzurufen. Nachrichten werden automatisch von Google überprüft und (teilweise nicht nachvollziehbar) als “unerwünscht” eingestuft.

Als POP3 Nutzer hat man offiziell keinerlei Möglichkeiten den Ordner abzurufen – nur halt über den Umweg: Browser öffnen, Google Mail Postfach webbasiert einsehen, Spam-Ordner manuell aussortieren. Das wird natürlich von Google gewollt sein, denn POP3 Nutzer erhalten derzeit ja noch keinerlei Werbung angezeigt – und irgendwie muss Google ja verständlicherweise auch Geld verdienen. Per IMAP ist es zwar möglich, den Spam-Ordner zu überprüfen, doch ist Google’s IMAP-Server ein stark modifizierter Server, mit dem echte IMAP-Fans wohl ihre Probleme bekommen werden.

Durch einen kleinen Trick, ist es aber dennoch möglich, den Spam-Ordner per POP3 E-Mail Programm abzurufen. Dazu muss man einfach folgendenen (oder ähnlichen) Filter erstellen:

  • Mit diesen Wörtern: “is:spam
  • Warnhinweis ignorieren
  • Posteingang überspringen (notgedrungen Archivieren auswählen)
  • Beschriftung anbringen (z.B. “unerwünscht“)

Hinweis: Optimal ist dieser Filter nicht, da Nachrichten in der Kategorie Spam automatisch archiviert werden und so das Postfach verstopfen (sofern man nicht Google-Mail Kopie löschen ausgewählt hat in den POP-Einstellungen der Gmail Oberfläche).


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