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Im folgenden ’Chrome-Special’ gibt es einfach nur Fakten. Sämtliche Internetseiten loben Chrome bis zum Anschlag, dabei bietet Google Chrome kaum eine echte Verbesserung. Sämtliche “Neuigkeiten” gibt es entweder standardmässig in anderen Web Browsern, bzw. kann man durch Erweiterungen einfach in den vorhandenen Browser integrieren.


Hintergrund

Google Chrome wurde gestern in der ersten öffentlichen Testversion veröffentlicht. Die erste Testversion ist auf jeden Fall beindruckend – sofern man denn nicht zu viel erwartet hat. Der Speicherverbrauch hält sich gerade eben in Grenzen, es gibt nur selten Darstellungsfehler und der Browser selbst ist ausreichend schnell. In wie fern dieser Browser persönliche Daten an Google funkt, ist nicht bekannt, man sollte sich aber vorab überlegen ob man wirklich einen neuen Web Browser benötigt oder auf vorhandene Browser setzt. Diese Browser-Version ist auf jefen Fall nur eine Testversion und nicht für den täglichen Gebrauch gedacht.

Andere Seite haben ja “Langzeitstests” durchgeführt und bereits 2 Minuten nach der Veröffentlichung von Google Chrome mehrseitige Testberichte online gestellt. Entweder schreiben die Redakteure in Lichtgeschwindigkeit oder es wird gar nicht mehr getestet. Weiter möchte ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen. Ausführliche Testberichte gibt es jedenfalls im Internet.

 

Besonderheiten

Die schlechten Dinge vorab:

  • Verzeichnis von Google Chrome ist 150 MB! gross
  • Installationsverzeichnis lässt sich nicht festlegen
  • schlechte Lesezeichenverwaltung
  • Geschwindigkeit ähnelt nur der von Firefox

Wie ich bereits gestern geschrieben hatte, sollte man von einer ERSTEN Testversion nicht viel erwarten. Enttäuschend ist auf jeden Fall der Speicherplatzverbrauch. 150 MB nimmt das Chrome-Verzeichnis auf dem Test-Computer ein. Das ist wirklich nicht schön. Das schlimmste ist aber, dass Google dem Nutzer keine Wahl lässt, wo denn Google Chrome überhaupt gespeichert werden soll. Ein grosser Minuspunkt. Das ganze erinnert mich an Google Talk Labs… dort hab es ebenfalls keine Aufforderung des Installationsortes…

 

Benutzeroberfläche

 

Die Benutzeroberfläche von Google Chrome ist wirklich sehr sporadisch gehalten, was nicht unbedingt negativ ist. Typisch Google halt. Google Docs erinnert an die erste Office Version, und so erinnert Google Chrome fast an “Opera 1.0”. Aber Aussehen ist halt nicht alles. Auf bunte, blinkende Icons wurde verzichtet. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Knöpfe. “Vor- und Zurück”, “Seite neu laden”, “Lesezeichen”, “Gehe Zu”, “Seiteneinstellungen” und “Google Chrome Einstellungen”. Auf den Knopf “Gehe Zu” hätte man auf jeden Fall verzichten können. Optional ist der Knopf “Startseite” (nicht auf dem Foto zu sehen).

Bis auf die Lesezeichen ist auch alles logisch aufgebaut. Ein Klick auf “Lesezeichen” öffnet nur leider nicht die erhoffte Lesezeichenverwaltung, sondern speichert die aktive Seite als Lesezeichen irgendwo ab. Erst mit STRG + B öffnet sich eine Werkzeugleiste mit den Lesezeichen (auf dem Foto zu sehen). Leichte Organisierung von Lesezeichen? Fehlanzeige. Da ist selbst Firefox’ “katastrophale Lesezeichenverwaltung” einfacher zu bedienen. Wünschenswert wäre an dieser Stelle eine Anbindung zu Google Notebooks Lesezeichenverwaltung. Vielleicht gibt es das aber in einer späteren Version.

 

Besondere Funktionen

Taskmanager für Internetseiten

Wieviel RAM-Speicher nimmt TAB 1 ein, wieviel Tab 2, etc. All das kann man mit dem integrierten Taskmanager von Google Chrome sehen. Auf dem Foto kann man sehen, dass 5 Registerkarten knapp 110 MB RAM Speicher einnehmen. Gut oder schlecht? Opera nimmt grad mal 45 MB bei den gleichen Fenstern ein – dafür ist bei Opera bei einem Absturz aber jede Registerkarte “verloren”. (im Test war’s bei Google Chrome allerdings nicht anders)

 

Fazit

Wie jeder Web Browser bietet auch Google Chrome eine Verlaufsfunktion, einen “Pop-Up-Blocker” sowie eine einfache Kennwortverwaltung. Das Thema Sicherheit sei bei diesem Browser angeblich grossgeschrieben. Für die “Inkognito-Funktion” mag das stimmen, doch werden viele Plugins aus anderen Web Browsern einfach mitgeladen. Was mich persönlich besonders stört – es besteht ebenfalls keine Möglichkeit, JAVA auf für Internetseiten zu deaktivieren.

Müsste ich Google Chrome eine Schulnote geben, so würde Google Chrome eine “ 3- “ erhalten. Die investierte Zeit hätte Google anders nutzen können. Wozu ein weiterer Web Browser, wenn es doch sowieso so viele schon gibt? Es handelt sich zwar nur um eine Testversion, doch hätte sich Google auf jeden Fall mehr von den vorhandenen Web Browsern abgucken können. Ein Vergleich mit “… Firefox war zu Anfangszeiten auch nur schlecht”, ist also nicht angebracht, denn es gab genug Vorlagen für Google…

Google Chrome wird von Google selbst entwickelt. Parallel dazu wurde auch gleich der erste Quelltext von ’Google Chrome’ unter dem Namen “Chromium” veröffentlicht. Der Quelltext von “Chromium” steht bei www.chromium.org zum Download und kann von jedem erweitert werden. Es ist unwahrscheinlich, dass Google zukünftige Versionen von ‘Google Chrome’ als Open-Source veröffentlichen wird, was dem Endnutzer aber letztendlich vollkommen egal sein kann… denn was zählt ist Sicherheit, Geschwindigkeit und Stabilität… und vielleicht wird Chromium gar besser als Google Chrome…

Warten wir doch einfach auf die nächste Beta-Version :-)

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