Google Apps für die eigene Domain Teil 1

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Wie cybernetz.net bereits berichtet hatte, bietet Google bietet neben seiner Suchmaschine noch viele weitere Interessante Dienste. Einer der bekanntesten Dienste ist wohl Google’s kostenfreier eMail Dienst Google Mail (Gmail).

Die E-Mail Adresse hat je nach Land den Aufbau name@gmail.com oder aufgrund von rechtlichen Problemen in Deutschland auch name@googlemail.com. Wie immer gilt, wer zuerst kommt mahlt zuerst, so dass natürlich die besten eMail Adressen schon lange vergeben sind. Ich hatte mich bei Google Mail Anfang 2004 angemeldet, so dass ich noch Glück hatte, dass mein Wunschname nicht vergeben war, neue Nutzer haben hingegen schlechte Karten.

In der heutigen Zeit kosten eigene Domains allerdings nur noch wenige Euro pro Jahr, so dass viele entsprechend eine eigene Domain besitzen. Wie schön wäre es doch seine eigene Domain bei Gmail nutzen zu können, denn wo sonst bekommt man kostenfreien Web- POP3 und IMAP4 Zugriff?

Es gibt zwar schon seit langer Zeit die Möglichkeit seine eigene externe eMail Adresse mit Gmail zu nutzen, allerdings muss dafür entweder eine permanente Weiterleitung von der Domain auf auf Gmail erfolgen oder gar ein externes POP3 Konto bei Gmail eingebunden werden. Die Ideallösung war das ganze nie und so hat Google ein neues Produkt eingeführt: Google Apps für die eigene Domain.

Zugegeben, ganz neu ist das ganze nicht, doch wird das ganze nicht besonders von Google beworben.

Mit Google Apps für die eigene Domain kann man seine eigene Domain in die Google Dienste einbinden. Neben eigenen E-Mail Adressen erhält man eine eigene Internetseite mit 100 MB Webspace und ein eigenes Instant Messenger Konto. Kalenderzugriff sowie ein minimales webbasiertes Office-System ist ebenfalls enthalten.

Das interessanteste dabei ist der eigene Instant Messenger. Wie der Google Talk Instant Messenger basiert der persönliche Instant Messenger auf dem Jabber Protokoll, so dass man mit hunderttausenden Menschen kommunizieren kann, welche ebenfalls Jabber Nutzer sind.

Zum Jabber Netzwerk gehört neben Gmail vor allem auch viele United Internet Nutzer, wie beispielsweise web.de, 1&1 und GMX.

Vor Jahren gab es auch Möglichkeiten MSN, AIM sowie ICQ Benutzer zu kontaktieren, dieses ist allerdings nicht mehr möglich, da die Programmierer ohne Erlaubnis die Protokolle der großen Messenger nutzten.

Möchte man seiner Familie, seinen Freundeskreis oder firmenintern Instant Messaging nutzen und am besten alle noch mit eMail Adressen ausstatten, so ist Google’s Lösung wohl die einfachste. Hat man allerdings viele Bekanntschaften aus anderen Instant Messenger Netzwerken, so empfiehlt es sich doch weiterhin den jeweiligen Messenger einzusetzen. Ansonsten gibt es ja noch webbasierte Multi-Messenger Dienste.
Anmeldung und Grundeinstellungen

Nach der Anmeldung unter www.google.com/a/ und der Einrichtung des Hauptnutzers, dem sogenannten Administrator, erhält man unter https://www.google.com/a/cpanel/domain.tld/ Zugang zu den Haupteinstellungen.

Ein minimales technisches Verständnis sollte allerdings Vorraussetzung zur Einrichtung von Google Apps für die eigene Domain sein, denn man muß verschiedene DNS-Einstellungen bei seinem Domainanbieter vornehmen oder vornehmen lassen.

Vor der Anmeldung sollte man seinen Anbieter kontaktieren um überhaupt abzuklären ob MX Eintragsänderungen überhaupt möglich sind – und wenn ja ob dieses berechnet werden.

Ein guter Anbieter berechnet für die Änderungen kein Geld. Billiganbieter erlauben meist gar keine Änderung. Man sollte in diesem Fall einen Providerwechsel in Betracht ziehen.

Möchte man beispielsweise die E-Mail Oberfläche über http://mail.domain.tld aufrufen, so bedarf es ebenfalls einer CNAME Änderung welche ebenfalls bei dem jeweiligen Anbieter durchgeführt wird. Der Arbeitsaufwand für so eine Änderung / Ergänzung beträgt übrigens maximal 20 Sekunden. Die MX-Änderung ist außerdem zwingend erforderlich, da man sonst keine E-Mails in seinem neuen Postfach erhält.

Je nach Providereinstellung dauert es bis zu 48 Stunden bis die Einträge aktiv sind. Erst nachdem die Einträge aktiv sind kann man übrigens die Dienste nutzen.

Den uneingeschränkten Instant Messenger Service kann man übrigens nur nutzen, sofern der Domainanbieter SRV-Änderungen im DNS zulässt.

Teil 2 in Kürze

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