Fusioniert Hansenet mit Versatel?

Nachdem Hansenet an Kundenschwund (trotz 13 Prozent Marktanteil) leidet und immer mehr Kunden abwandern (Branchenkreisen sprechen alleine von 250 000 abgewanderten AOL-Kunden) und der Muttergesellschaft Telecom Italia eine Steuernachzahlung von über 3 Milliarden Euro droht, war bei Hansenet Sparkurs angesagt.
Im April wurde bereits der Netzausbau bei Hansenet gebremst (statt eingeplanter 60 Millionen Euro für den Netzausbau will Hansenet nun deutlich unter zehn Millionen Euro für das Vorhaben ausgeben) und im Moment könnte auch einfach alles besser laufen. Es gab zwischenzeitlich auch Gerüchte über einen kompletten Verkauf, diese wurden nun vom neuen Hansenet-Chef Lambarri gegenüber dem Handelsblatt dementiert. Schliesslich “wäre er nicht in Deutschland… um das zu Unternehmen zu verkaufen…”.
Nun macht eine angebliche Fusion mit Versatel die Runde. Versatel und Hansenet haben eines gemeinsam: Beide sind als kleine Stadtnetzbetreiber gestartet, bieten mittlerweile jedoch in verschiedenen Städten ihre Dienstleistungen an. In wie fern eine Fusion realistisch und machbar ist, dazu schweigen die Unternehmen. Sinnvoll wäre es, da auf längere Sicht kaum ein Platz für kleine Anbieter (nicht nur im IT- und TK-Bereich!) bleiben wird und nur die Grossunternehmen überleben werden.

