Erster Test: Google Docs Online Festplatte

Google bietet nun seit wenigen Tagen eine kleine Online-Festplatte für Google Docs Kunden an. Nun ist man als Kunde in der Lage neben ganz normalen Dokumenten (z.B. .PDF, .DOC, .XLS und .PPS) auch andere Dateien hochzuladen. Wie bereits angekündigt, handelt es nicht um eine echte Online-Festplatte, sondern viel mehr um eine kleine Datenablage für “wichtige Dokumente” in der Basis-Version. Zu hoch wäre das Missbrauchsrisiko für Google, da Nutzer zu gern File-Hosting Anbieter missbrauchen. Außerdem möchte Google schliesslich Geld mit der Dateiablage verdienen.

Beim Aufruf von docs.google.com sollte ein sprechblasenähnliches Hinweisfenster (in der lokalen Landessprache) erscheinen. Wenn man die Hinweise befolgt, weiss man eigentlich schon warum es geht.

 

Begrüssungsbildschirm Google Docs

Begrüssungshinweis, sobald man freigeschaltet wurde

 

 

Upload Google DocsNach der Freischaltung reicht ein einfacher Klick auf den bekannten “Upload” Knopf bei Google Docs oben links. Man wird automatisch zum üblichen Hochlade-Menü weitergeleitet. Dort sieht man nun den verbrauchten Speicherplatz sowie den noch zur Verfügung stehenden Speicherplatz.

 

 

 

Uploading

Beispielabbildung eines Datei-Uploads

 

Sample Google Docs Uploaded File

Beispielabbildung der “Teilen” Funktion einer hochgeladenen Datei

 

Google Docs hochgeladene PDF Datei

Beispiel einer hochgeladenen .PDF Datei 

 

Scheinbar werden umgewandelete Dokumente (noch) nicht vom “Hauptspeicher” abgezogen. Dazu gehören .doc und ähnliche Dateien, welche auch schon zuvor bei Google Docs hochgeladen werden konnten.

Natürlich kann man nicht unbegrenzt viele Dateien hochladen. Auch für die “beliebten” Formate gelten Begrenzungen.

Für Dokumente: Die maximale Größe eines Dokuments beträgt 500 KB. Pro eingebettetem Bild sind weitere 2 MB zulässig. Für Tabellen: Eine Tabelle kann bis zu 256 Spalten, 200.000 Zellen oder 100 Blätter umfassen – je nachdem, was als Erstes erreicht wird. Für Zeilen gibt es keine Beschränkung.

Für Präsentationen: Für Dateien im PPT- und PPS-Format ist eine maximale Größe von 10 MB bzw. 200 Folien zulässig. Dateien, die aus dem Web hochgeladen werden, können bis zu 2 MB, per E-Mail gesendete Dateien bis zu 500 KB umfassen.

Und für PDFs: Sie können bis zu 10 MB pro PDF von Ihrem Computer und 2 MB aus dem Web in Ihrer Dokumentenliste speichern, insgesamt bis zu 100 PDFs*.

 

 

Was kann ich alles bei Google Docs hochladen?

Theoretisch kann man wohl jeden Dateityp hochladen. Da es viele tausende Dateiendungen gibt, reicht eventuell auch eine einfache Umbenennung der Dateiendung aus um eine eventuell gesperrte Endung dennoch hochladen zu können. Im Test funktionierten bekannte Dateiformate wie beispielsweise das MP3-Format einwandfrei.

 

 

Weshalb bietet Google nur 1 Gigabyte Speicherplatz an?

Microsoft bietet 25 Gigabyte Onlinespeicherplatz an, Google jedoch nur ein Gigabyte. Wieso eigentlich? Man darf nicht vergessen, dass sämtliche Google-Dienste anonym nutzbar sind. Bei der Anmeldung muss man keine persönlichen Daten – wie beispielsweise die Postadresse – zwingend hinterlassen. Entsprechend höher ist das Missbrauchsrisiko, da man sich so gerne mehrfach anmeldet um mehr Speicherplatz zu bekommen.

Microsoft hat eine Zwangsregistrierung: Nutzer müssen auf jeden Fall ihre komplette Postadresse, Geburtsdatum und ähnliche Details bei der ersten Anmeldung von Microsoft Passport / Live angeben. Ausgeschlossen werden kann Missbrauch natürlich nicht, aber immerhin wirkt dieses für viele Gauner ein wenig abschreckend und der Anmeldeaufwand ist doch höher bei Microsoft.

Einen Vorteil hat Googles “Minispeicher” aber gegenüber Skydrive: Der Nutzer kann sich jederzeit Zusatzspeicherplatz zukaufen. Bei Skydrive ist das (noch) nicht möglich. Die Preise bei Google sind verhältnismässig günstig. Bei fast-umsonst Preisen sollten man sich aber fragen, wie das Ganze alles finanziert wird. Daher NIEMALS wichtige Daten bei Google unverschlüsselt abspeichern. Nicht, dass das Unternehmen die Daten weitergibt (es gibt zumindest kein Beweise), aber zu gross ist die Gefahr, dass jemand unerlaubten Zugriff auf das Google Konto hat bekommt und so alle Daten mitlesen oder gar löschen kann.

 

 

Fazit

Google Fanboys werden enttäuscht sein und Microsoft-Anhänger werden feiern. Die aktuellen Limitierungen sind nicht wirklich angenehm, aber immerhin hat man die Möglichkeit (wenn man denn eine Kreditkarte besitzt!) mehr Speicherplatz bei Google kostengünstig zu mieten. Man sollte sich als Endbenutzer klar machen, dass man nicht mehr alles gratis bekommt.

 

Wem ein Gigabyte zu wenig ist und wer keine Kreditkarte besitzt, sollte sich bei Microsofts Skydrive anmelden.

2 Leserbriefe to “Erster Test: Google Docs Online Festplatte”

  1. Geld Verdien
    24. Januar 2010 bei 01:45

    Lustig, ich hätte garnicht gedacht das das *wirklich* so funktioniert. Komische Welt.

  2. kasyno ruletka
    25. Januar 2010 bei 00:24

    An sich ne gute Sache, ich frag mich nur, ob das auch dauerhaft brauchbar bleibt.

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