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Heute startet der grosse Cybernetz.net Opera-Report. In diesem Editorial erfahren Sie alles über den Wunderbrowser Opera, der leider noch immer nur von der Minderheit eingesetzt wird.
Opera wurde Mitte der 90er Jahre als Forschungsprojekt des norwegischen Telekommunikationsanbieters Telenor entwickelt und gegen Ende 1996 das erste Mal veröffentlicht. Damals diente der Browser fast ausschliesslich als lokales Darstellungprogramm und wurde gerne bei CDs von Computerzeitschriften als Hauptdarstellungssoftware eingesetzt. Später folgten weitere Versionen, welche dann auch Internetinhalte darstellen konnten.
Opera war kostenpflichtig
Später wurde der Opera Web Browser in zwei Versionen angeboten: Eine kostenfreie, werbefinanzierte Version und eine kostenpflichtige und entsprechend werbefreie Version. Interessanterweise konnte sich das ganze gar nicht durchsetzen. Auch damals schon wollten die Nutzer alles umsonst und ohne Werbung. Ende 2005 musste auch Opera dieses einsehen und veröffentlichte fortan nur noch kostenfreie, werbefreie Versionen. Opera wurde somit erst ab der Version 8.50 werbefrei und kostenlos.
Opera gab den Ton an
Seit der ersten Version setzte Opera auf Kompatibilität zu neueren Web-Standards sowie in Bezug auf Anwenderkomfort neue Maßstäbe. Kein anderer Web Browser zuvor war so einfach zu bedienen und gleichzeitig noch so schnell. Entgegen der Annahme, dass Mozilla die sogenannten Tabs (zu deutsch: Registernavigation) einführte, wurden Tabs bereits 1994 von InternetWorks, 1998 von NetCaptor und im Juni 2000 von Opera integriert. Mozilla folgte erst später. Die Registernavigation ist also keine Erfindung von Mozilla.
Funktionsumfang
Mit Kleinigkeiten hatte sich Opera nie zufrieden gegeben. So wurde beispielsweise schon sehr früh ein Instant Messaging Client in den Web Browser integriert (wurde 2001 aufgrund von Problemen allerdings wieder entfernt). Mausgesten (ermöglichen das Steuern eines Programmes mittels spezieller Mausbewegungen) wurden 2000 in der Version 5.0 bei Opera eingefügt. Bis heute unterstützen die “Haupt-Browser” Internet Explorer und Firefox standardmässig noch immer keine Mausgesten.
Die derzeit aktuellste Opera-Version 9.50 beinhaltet ein vollwertiges E-Mail Programm mit Adressbuch, eine Software um aus dem BitTorrent Netzwerk Daten zu laden sowie standardmässig eine Art Werbeblocker.
Opera Vergleich mit anderen Browsern
Opera mit anderen Web Browsern zu vergleichen wäre ein Vergleich wie mit Birnen und Äpfeln. In den meisten Geschwindigkeitstests führt Opera seit Jahren und gravierende Sicherheitsprobleme wie beim Internet Explorer sowie wie bei Mozilla-basierten Browsern waren nie ein Thema gewesen. Seit Jahren darf sich Opera daher “sicherster Web Browser” nennen. Operas Standardumfang ist höher als andere Web Browser auf dem freien Markt.
Umstieg von Firefox auf Opera Software
Ein Argument von vielen Nutzern ist die angebliche fehlende Erweiterbarkeit von Opera. Der Firefox Web Browser bietet eine Erweiterungsmöglichkeit: sogenannte Extensions (Erweiterungen). Was viele Firefox Nutzer allerdings nicht wissen. Die meisten Erweiterungen sind bei Opera standardmässig integriert. Die wenigen anderen Erweiterungen lassen sich meist auch problemlos nutzen.
Gibt es die Top 10 Firefox Erweiterungen auch für Opera?
- Video-Download Erweiterungen: um direkt aus dem Browser YouTube oder anderen Videoportalen Videos herunterzuladen oder online konvertieren zu lassen.
Opera Nutzern steht ein Widget von videodownloader.net zur Verfügung. Mit diesem Widget lassen sich Videos aus fast 40! verschiedenen Videoportalen herunterladen
- Adblock: um Werbung auf Internetseiten jeglicher Art zu deaktivieren
Eine standardmässige integrierte Funktion bei Opera. Einfach nur eine Taste drücken und unerwünschte Werbung bequem markieren. Diese wird sofort entfernt. Es stehen auch vorgefertigte Filter zum kostenfreien Download.
- Greasemonkey: um per JavaScript beispielsweise die Optik von Internetseiten zu verändern
Eine ebenfalls standardmässige integrierte Funktion bei Opera. Rechte Maustaste und in den Einstellungen für die aktuelle Seite/Domain kann ein nutzerdefiniertes JavaScript eingebunden werden.
- Bookmark Synchronisation: Lesezeichen sichern und online bearbeiten
Opera Link ist ebenfalls standardmässig integriert. Als MyOpera.com Nutzer (kostenlose Registrierung) speichert Opera wunschweise die Lesezeichen ab. Eine schnelle Möglichkeit zur Bearbeitung steht online im kennwortgeschützen Bereich zur Verfügung.
- Mouse Gestures: um den Web Browser mit Mausgesten zu steuern
Seit Jahren standardmässig bei Opera integiert.
- Gmail Notifier: E-Mail Benachrichtigung für Google E-Mails Dienst
Es stehen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder das integrierte E-Mail Programm benutzen (für alle POP3 und IMAP4 Adressen) oder ein Opera Widget.
- Speed Dial: bedarf sicher keiner näheren Erklärung
Seit Anfang 2002 ein Standard bei Opera.
- Translator: Texte aus dem Web Browser übersetzen lassen
Wort markieren, rechte Maustaste und Ausgangssprache und Zielsprache wählen. Kann es einfacher gehen?
- Kennwortmanager: Benutzernamen und Kennworte im Browser speichern
Der Opera Kennwort- und Nutzernamen-Manager WAND ist Hauptbestandteil von Opera. Wunschweise kann man gar vorgefertigte Felder ausfüllen, so dass man bei Registrierungen nur die rechte Maustaste drücken muss.
- PDF-Download: PDF Dateien speichern oder wahlweise anzeigen
Standardmässig eingebaut.
Fehlende Erweiterungen
Welche wichtige Erweiterung fehlt auf jeden Fall bei Opera?
- eine FTP-Client Erweiterung (z.B. FireFTP)
- automatische Werbefilteraktualisierung (muss bei Opera manuell durchgeführt werden)
- Gmail Skins Erweiterung
Für die meisten Nutzer sollte das allerdings kein Problem darstellen. Ein Problem könnte aber die eingeschränkte Darstellung von Google Mail sein. Das Entwicklerteam von Google Mail sieht Opera nicht als “all zu wichtig” an, daher ist es derzeit nur möglich, eine eingeschränkte AJAX-Version (es fehlt zum Beispiel der Chat) zu nutzen.
Die meisten Seiten sind mittlerweile vernünftig programmiert worden, so dass es kaum oder gar keine Darstellungsprobleme geben sollte. Falls doch mal etwas schief läuft kann man den Fehler sofort an das Opera-Entwicklerteam über den Opera Browser melden.
Verfügbarkeit von Opera
Opera Software bietet seinen Browser in der aktuellen Version für folgende Betriebssysteme an: Microsoft Windows, Mac OS X, Linux, FreeBSD und Solaris. Ältere Versionen gibt es für BeOS, Mac OS, OS/2 und QNX. Opera steht in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Die offizielle deutschsprachige Version ist auch bezüglich der eingebauten Suchfunktion an den Sprachraum angepasst.
Die Software ist auch in zwei Versionen für mobile Geräte, das heißt für Mobiltelefone bzw. Smartphones und für PDAs, erhältlich. Als Betriebssysteme werden für „Opera Mobile“ im mobilen Bereich Symbian OS (mit Oberflächen Series 60, 80, 90, und UIQ), Windows Mobile, EZX, BREW, µitron, Qtopia, Maemo, Linux und Psion unterstützt. Allerdings ist Opera für diese Plattformen im Gegensatz zu den Desktop-Varianten nicht kostenlos. Kostenlos erhältlich ist jedoch “Opera Mini” für fast alle Java-fähigen Mobiltelefone.
Opera ist in einer dynamischen und einer statischen Version verfügbar. In der statischen Version ist das Qt integriert, während es bei der dynamischen auf dem System bereitstehen muss. Die statische Version ist nur noch über den FTP-Server verfügbar.
Mittlerweile finden sich im Internet auch Stickware-Versionen von Opera, die sich ohne Installation von verschiedenen Speichermedien unter Microsoft Windows verwenden lassen. Außerdem existiert eine Version für die U3-Plattform.
Opera Mini
Im Herbst 2005 hat Opera Software die ersten Versionen seines MIDP-kompatiblen Browsers Opera Mini für Java-fähige Mobiltelefone und PDAs veröffentlicht. Opera Mini nutzt einen speziellen Proxyserver, der von Opera ASA betrieben wird, der die Seiten und Bilder der Website mit der Small-Screen-Rendering-Technik aufbereitet, komprimiert und an das Mobiltelefon weiterschickt. Dadurch werden die Seiten nicht nur an die meist kleinen Displays angepasst, sondern auch das Datenvolumen und der Rechenaufwand werden reduziert. Anfang Mai 2006 erschien Opera Mini in der Version 2.0 und Ende November 2006 in der Version 3.0. Die Version 4.1 ist seit Mai 2008 verfügbar, zeigt die Seite zunächst stark verkleinert an, so dass sie in voller Breite auf das Display passt. Danach kann man einzelne Teile der Seite auswählen und in voller Größe betrachten. Von Opera wird ein voll funktionsfähiger “Opera Mini Simulator” als Java-Applet angeboten.
Opera Mobile
Opera Mobile wird für Pocket PCs mit Windows Mobile, für Smartphones mit Windows Mobile sowie für Smartphones mit Symbian OS und Linux plattformabhängig angeboten. Bei Mobiltelefonen mit der Symbian-Benutzeroberfläche UIQ 3 ist Opera Mobile in der Version 8.65 integriert.
Opera und Nintendo
Opera entwickelte in Partnerschaft mit Nintendo einen Nintendo-DS-Browser, mit dem es möglich ist, auf diesem Gerät herkömmliche Webseiten zu besuchen. Es werden weder Flash noch Java-Inhalte unterstützt. Mitgeliefert wird eine RAM-Erweiterung für den zweiten Slot des Nintendo DS (Lite). Der Browser erschien am 24. Juli 2006 in Japan, am 6. Oktober 2006 in Europa und am 8. Juni 2007 in den USA. In Europa wird der Browser für den empfohlenen Preis von 39,99 € angeboten.
Des Weiteren wurde am 22. Dezember 2006 ein Opera-Browser für Nintendos neue Spielekonsole Wii veröffentlicht. Als Speicherplatz wird ein eingebautes Flash-ROM (Read-Only-Memory) verwendet. Alle Webstandards der Desktopversion des Browsers werden auch auf Wii unterstützt, im Gegensatz zur DS-Version auch Adobe Flash. Die Navigation erfolgt mit der „Wiimote“, dem Einhand-Controller des Wii. Der Browser konnte bis Juli 2007 gratis bezogen werden, inzwischen muss er mit 500 Wii-Punkten (entspricht 5 Euro) gekauft werden.
OperaTor
Es existiert auch die inoffizielle Version “OperaTor”, die surfen anonym über das Tor-Netzwerk möglich macht.
Opera DragonFly
Unter Dragonfly versteht man die am 6. Mai 2008 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierten Entwicklertools aus dem Hause Opera. Diese stehen in den aktuellen Snapshots als Alpha-Version zur Verfügung und bieten einen ersten, noch eher fehlerbehafteten Einblick, in dass was in der ersten Finalversion kommen wird.





Habe Opera zwar auf meinem System installiert, nutze es jedoch momentan nur sehr wenig. Ich glaube ich werde ihn wiedereinmal etwas mehr nutzen um einen Vergleich zu Firefox zu bekommen.
Allerdings der Opera Mini Browser fürs Handy ist wirklich genial. Seit der 3er Version kann dieser auch verschlüsselte Webseiten übertragen. Fürs Surfen am Handy ist dieser jedenfalls bestimmt erste Wahl.
Ich habe vorgestern auch das erste Mal den Opera Mini Browser ausprobiert, allerdings über W-LAN und war wirklich erstaunt. Die Zoom-Funktion ist ebenfalls hevorragend gemacht… nur was mich wundert… ob verschlüsselte Seiten auch über Operas Server laufen… wenn ja, könnte ja “theoretisch” alles mitgelesen werden bei Opera.
Sicher werden die Damen und Herren da was anderes zu tun haben, doch *wenn* mal etwas schief läuft – und sei es “nur” Online Banking (wenn das jemand mobil machen sollte)… stellt sich die Frage der Haftbarkeit :o
Was Geschwindigkeit betrifft ist es auf jedem Fall (zumindest per W-LAN) ausgezeichnet…