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Im Laufe der Zeit sammelt sich auf dem heimischen Computer eine Menge unnützer Dinge an. Angefangen bei Installationsresten über Programme an die man sich nicht mal mehr erinnert bis hin zu irgendwelchen vom Betriebssystem automatisch erstellten Log-Dateien. Die meisten dieser „unnützen“ Reste kann man entfernen, doch welche sind nun wichtig und welche nicht.
Seit kurz nach der Steinzeit (nach etwa 2,5 Millionen Jahren) bieten die verschiedensten Softwareentwickler Programme an, um den eigenen PC ein wenig vom “Schmutz” zu säubern. Viele dieser Programme arbeiten gar vollautomatisch. Einmal ausgeführt und wenige Minuten später hat man mehrere hundert Megabyte mehr Speicherplatz – dafür fast mit grösster Wahrscheinlichkeit beim nächsten Systemneustart eine Menge Probleme. Da war dann doch auf einmal die win.sys lebensnotwendig und nicht wie der Programmautor geschrieben hat, “reiner Schmutz”.
Wie kann man nun genau herausfinden, welche Dateien notwendig sind und welche überflüssig? Man könnte eine riesige Liste erstellen und diese etwa 30x am Tag aktualisieren, da mindestens so viele Programme täglich auf dem Markt veröffentlicht werden. Oder aber man geht auf Nummer sicher und löscht nur die garantiert unwichtigen Dateien.
Heute und in einer Woche gibt es im Editorial einen ausführlichen Bericht über das “Aufräumen des heimischen PCs”. Der Bericht wird dabei eine Mischung zwischen Systemoptimierung und Arbeitsvereinfachung sein. Wie immer fängt alles auf dem Desktop an.
Der geliebte Desktop

Nach dem Systemstart landet man meist direkt auf dem Desktop. Der Desktop wird oft mit einer Ablage verwechselt. Das schlimmste was man machen ist, ist seinen Desktop mit hunderten oder gar tausenden Icons zu füllen. Zum einen sieht es absolut hässlich aus und zum anderen ist es doch mehr als nur unübersichtlich.
Der Desktop ist gleichzusetzen mit dem heimischen Schreibtisch – und der Schreibtisch ist interessanterweise bei den meisten Leuten doch aufgeräumt. Von daher macht es absolut keinen Sinn, wenn der „Computer-Schreibtisch“ unaufgeräumt ist. Zum einen kostet ein unaufgeräumter Desktop jeden Tag eine Menge Zeit. “Wie konnte ich Programm X noch starten?”, “Wo befindet sich noch das Word-Dokument Y?”…
Im Endeffekt benötigt man auf dem Desktop nur ein Symbol:
- „Program-Launcher“
Papierkorb, Arbeitsplatz, Dokumente, Textverarbeitung, Spiele, etc. sind auf dem Desktop absolut falsch am Platz. Theoretisch reicht ein einziges Programm, was als eine Art „Blitzstart“ für Programme fungiert. Schnellstart-Programme, auch Startmenü-Ersatzprogramme genannt, gibt es viele auf dem Markt. Theoretisch würde eine lokale Suche (z.B. Google Desktop) auch ausreichen – doch wozu kompliziert, wenn es doch auch einfach geht? Es gibt auch Programme, die den gesamten Explorer (nicht zu verwechseln mit dem Internet-Explorer) ersetzen und so ein ganz anderes Arbeiten ermöglichen. Einige dieser Programme werden gänzlich kostenlos angeboten. Auf dem Screenshot sieht man zur Veranschaulichung Stardocks „ObjectDock“. Diese Software gibt es in einer kostenlosen (eingeschränkten) und kostenpflichtigen Profi-Version. Am besten einfach ausprobieren.
Neben den echten Ersatzprogrammen, gibt es wie erwähnt auch einfache „Programm-Starter“. Diese sind im Endeffekt wie das Windows-Startmenü aufgebaut. Einfach die entsprechenden Programme hinzufügen und zukünftig mit einem Mausklick oder gar Tasten-Kurzbefehl aufrufbar. Dadurch, dass diese Programme meist um einiges flexibler sind, als das „echte“ Startmenü, kann man so auf jeden Fall eine Menge an Zeit einsparen.
Einige Programme wären zum Beispiel:
Zugegeben, der erste Aufwand (um Programme manuell einzupflegen oder auszusortieren) beträgt meist einige Minuten, doch diese Minuten sind wirklich gut investierte Zeit. Programme ermöglichen meist einen Schnellzugriff mit einem Tastenkurzbefehl, so dass man z.B. durch Druck von WIN+H (nur ein Beispiel) den Ordner „gestohlene und eingescannte Kunstgemälde“ aufrufen kann. Für jedes Programm und für jeden Ordner lass sich so Befehle erstellen.
Systembereinigung
Die Hauptarbeit (maximal 30 Minuten) ist erledigt und der Desktop aufgeräumt. Nun kommt ein wesehentlich interessanter Teil: Speicherplatzrückgewinnung für Lau. Nein, nein. Nun gibt es keine Anleitung wie man im nächsten MediaMarkt eine Festplatte für Lau bekommt – viel mehr kommen Programme zum Einsatz, welche beispielsweise alte (eigentlich nur temporäre) Dateien von der vorhandenen Computerfestplatte entfernen. Ein Programm, welches ich nur sehr gern empfehle heisst CCleaner. Es entfernt unnötige Dateien fast in Warp-Geschwindigkeit. Das interessante: Zuerst wird das System analysiert und dann die löschbaren Dateien einzeln angezeigt. So kann der Nutzer selbst entscheiden ob vielleicht doch noch eine Verwendung für Datei XY vorhanden ist oder nicht. Des Weiteren bietet CCleaner die Möglichkeit bereits deinstallierte Programm aus der Systemsteuerung (Menü Programme/Software) zu entfernen.
Ich könnte an dieser Stelle noch eine Stunde auf CCleaner eingehen, doch da das Programm absolut selbsterklärend ist, bedarf es eigentlich keiner ausführlichen Anleitung. Falsch machen kann man genauso viel oder wenig wie mit anderen Systemoptimierungsprogrammen auch. Eine Sicherheitskopie wird sowieso vor jeder Softwareinstallation empfohlen.
- Teil 2 folgt am 4. August 2008 -

28.07.2008 ·
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